Mit dem wirklich allerletzten Personalaufgebot musste der FC Neenstetten beim FC Blaubeuren antreten. Unglaubliche 14 Ausfälle aus dem Kader der ersten Mannschaft (8 Verletzte, 4 Urlauber und 2 gesperrte Spieler) waren zu beklagen. Insofern machte man sich wenig Hoffnung auf Punkte.
Schon nach einer Minute lief ein einheimischer Spieler in eine scharfe Flanke und der Kopfball krachte gegen den Pfosten. Da musste man schon das Schlimmste befürchten. Aber mit fortschreitendem Spielverlauf fand sich die Mannschaft. Die Gastgeber bestimmten zwar das Spiel, agierten mit vielen Diagonalpässen und rissen den Defensivverbund des FCN so immer wieder auf. Aber insgesamt stand man gut und ließ kaum etwas zu. Aber in der 18. Minute wieder so eine typische Situation: Flügelwechsel, scharfe Flanke und unhaltbarer Kopfball ergaben das 1:0. Neun Minuten später hatte man aber dann innerhalb einer Minute zweimal bei ganz dicken Gelegenheiten die Chance zum Ausgleich: erst parierte der Torhüter der Blaubeurer einen freien Schuss von Simon Wörz von der Strafraumgrenze stark, kurze Zeit später spitzelte Daniel Passerini aus halblinker Position allein vor dem Torhüter den Ball knapp am langen Eck vorbei. In der 36. Minute dann verhinderte Kim Schnaitmann im FCN-Gehäuse mit 2 spektakulären Paraden hintereinander das 2:0. Dies konnte er aber kurz vor der Halbzeit nicht verhindern, als auf der rechten Abwehrseite in Überzahl schlecht verteidigt wurde, der Pass zurück an die Strafraumgrenze kam und volley das 2:0 bedeutete (42. Minute).
Schon kurz nach der Halbzeit der nächste Nackenschlag: ein Diagonalball der Blaubeurer erreichte einen völlig freistehenden Mitspieler am langen Eck, der nicht lange fackelte und aus spitzem Winkel zu 3:0 einschoss (48. Minute). Wenn auch die Gefühlslage von außen so war, aber das FCN-Team ließ sich nicht abschlachten und hielt im Rahmen ihrer Möglichkeiten dagegen. In der 55. Minute eine gute Möglichkeit, doch Simon Wörz schoss aus kurzer Entfernung den Torhüter an. In der 59. Minute dann dokumentierte die erste Einwechslung die derzeit prekäre Personallage: der 48-jährige Co-Trainer Bernd (‚Willi‘) Hauser kam aufs Spielfeld. Aber die Mannschaft fasste neuen Mut und kam prompt auch zu einem Treffer. Timo Seybold setzte nach einem Lauf durchs Mittelfeld Simon Wörz im Strafraum ein, der setzte sich gegen ein paar Gegenspieler durch und brachte den Ball zum 1:3 im Tor unter. In der Folge spielte man nicht schlecht mit und wollte noch etwas Zählbares erreichen. Ein gutes Anspiel auf Daniel Passerini im Strafraum brachte dieser nicht unter Kontrolle, sonst wäre dies eine gute Gelegenheit gewesen. Fortan ergaben sich auf beiden Seiten keine Möglichkeiten mehr, ganz am Schluss fügte man sich dann aber der Niederlage.
In Anbetracht der Personalsituation war ein 1:3 fast noch als Erfolg zu werten und die Mannschaft hat sich auch in Anbetracht der Situation gut verkauft. Problem dabei ist allerdings, dass es erstens keine Punkte gab und zweitens die Situation an sich kaum zu verkraften ist.
 
Aufstellung:
Kim Schnaitmann, Patrick Schmid (66. Tim Schwöbel), Haris Mrdic, Marco Leibing, Matthias Albrecht, Kerim Sevdi (59. Bernd Hauser), Timo Seybold, Ralph Haussmann, Daniel Pfnür, Simon Wörz, Daniel Passerini (76. Fabian Stumm)
 
Nach dem ersten Sieg vom Vorsonntag folgte beim weiterhin personell gebeutelten FC Neenstetten prompt die Ernüchterung in Form einer 0:3-Heimniederlage gegen den SV Jungingen.
Nach dem anfänglichen Abtasten mit wenig zielführenden Aktionen schon in der 6. Minute die überraschende Gästeführung: ein Abschlag von Torhüter Kim Schnaitmann geriet etwas zu kurz und landete auch noch beim Gegner. Mit einem schnellen Pass in die Spitze stand der Junginger Stürmer gegen eine aufgelöste FCN-Abwehr allein vor dem Torhüter und vollendete mühelos zum 0:1. In der Folge bemühte sich der FCN, etwas mehr nach vorne zu spielen, gestaltete das Spiel offen. Auch eine Tormöglichkeit ergab sich nach einem Konter. Nach Pass von Marcel Steck nahm Simon Wörz den Ball direkt, verfehlte das Ziel aber knapp. Insgesamt aber nahm man sich oft selbst den Wind aus den Segeln, als nach viel versprechenden Ansätzen ungenaues Spiel und damit Ballverlust folgte, somit man sehr viel dem Gegner hinterher rennen musste. Insgesamt wirkte das Spiel der Gäste sicherer und auch gefährlicher. So ging es mit einem dem entsprechenden 0:1 in die Kabine.
Man hatte sich viel vorgenommen für die zweite Halbzeit. Auch den Ausgleich erzielte Marcel Steck nach guter Einzelleistung, allerdings verweigerte der Schiedsrichter mysteriös die Anerkennung. Mit seiner Gestik deutete er Abseits an, sagte aber, es wäre Foul am Torhüter gewesen. Weder das eine noch das andere war der Fall, er wollte den Treffer einfach nicht anerkennen (53.Minute). Vier Minuten später dann der nächste Rückschlag, als es wieder einmal einen Freistoß aus dem Halbfeld für Jungingen gab und dieser unbedrängt zu 0:2 eingeköpft wurde. Aber man gab sich beim FCN noch nicht geschlagen, forcierte das Angriffsspiel und nach Pass von Jannik Leibing konnte Simon Wörz in der 63. Minute nur durch Foulspiel im Strafraum gestoppt werden. Allerdings vergab Marcel Steck diese gute Möglichkeit zum Anschluss, indem er am Torhüter scheiterte. Nach diesem erneuten Nackenschlag gab man zwar nicht auf, spielte auf Augenhöhe, konnte aber die Gäste nicht mehr nachhaltig in Verlegenheit bringen. Zumal in der 85. Minute nach Konter das 0:3 folgte und zwei Minuten vor Schluss Christian Schmohl noch mit gelb-rot den Platz verlassen musste.
Am Ende ein verdienter Gästesieg auf Grund der reiferen Spielanlage und der weniger produzierten Fehler, auch wenn sich das FCN-Team in der zweiten Halbzeit gegen die Niederlage stemmte, aber am Ende auch nicht das nötige Glück auf seiner Seite hatte.
 
 
Aufstellung:
Kim Schnaitmann, Christian Schmohl, Stephan Wolf, Marco Leibing, Matthias Albrecht, Michael Mack, Cihan Cicek (71. Haris Mrdic), Felix Wachter (46. Daniel Pfnür), Jannik Leibing, Simon Wörz, Marcel Steck
 
Leider reichte es für den FC Neenstetten im Lokalderby gegen den SV Lonsee nur zu einem Punkt, statt des erhofften ersten Sieges der neuen Saison.
Mit Blutauffrischung ging man ins Derby: mit Christian Schmohl, Marcel Steck und Michael Mack konnte Trainer Werner Stutzmann auf bewährte Stammkräfte zurückgreifen, weiterhin kam der noch A-Jugendliche Jannik Leibing zu seinem Bezirksligadebüt. Dafür neu in der langen Verletztenliste: Haris Mrdic und Paul Maier.
Zu Beginn des Spieles waren die Gäste in der Vorwärtsbewegung deutlich aktiver, griffen aggressiv an und kamen auch zu Torabschlüssen, während der FCN versuchte aus einer kompakten Abwehr zu spielen. Dies allerdings hatte den Haken, dass man im Aufbauspiel sehr fehlerhaft agierte, dadurch dem Gegner immer wieder Möglichkeiten bot und selber kaum in des Gegners Strafraumnähe kam. Lonsee hatte die Möglichkeiten, allerdings noch keine zwingenden. Auch nach 25 Minuten immer noch das gleiche Bild. Umso überraschender dann die FCN-Führung in der 28. Minute. Aus ca. 35 Metern von der rechten Angriffsseite zirkelte Neuling Jannik Leibing einen Freistoß an Freund und Feind vorbei ins lange Eck des Gästetores.
Am Spielverlauf änderte sich dadurch wenig, kurz vor der Pause wäre der etwas zu weit vor dem Tor stehende Niklas Puschmann fast von einem 30-Meter-Schuss überrascht worden, der aber dann von der Querlatte aufgehalten wurde.
Schon zu Beginn der zweiten Hälfte nutzte Lonsee im Gegensatz zur ersten Halbzeit die FCN-Unzulänglichkeiten aus. In der 47. Minute bedeutete ein direkt verwandelter 22-Meter-Freistoß nach Ballverlust und anschließendem Foulspiel bereits das 1:1. Der FCN wurde anschließend etwas aktiver, hatte etwas mehr Spielanteile, aber keine Tormöglichkeiten. Nach einem unnötigen Eckball, der dann zu kurz abgewehrt wurde, ein platzierter Volleyschuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck – und es stand in der 60. Minute 1:2. Es dauerte nochmals ca. 10 Minuten, in denen Lonsee versuchte den Sack zuzumachen, aber auf eine jetzt aufmerksame Neenstetter Abwehr traf,  bis sich der FCN berappelte und versuchte den Ausgleich zu schaffen. Zwei dicke Möglichkeiten waren zu verzeichnen, die aber nicht zum Erfolg führten. In der 67. Minute tankte sich Jannik Leibing auf der rechten Seite durch, legten den Ball zurück, Michael Mack scheiterte an dem mit Fußabwehr reagierenden Torhüter. In der 83. Minute zog Simon Wörz knapp im Strafraum nach Zuspiel von Marcel Steck direkt volley ab, aber wiederum war beim Torhüter Endstation. Zwei Minuten vor dem Ende dann doch noch der verdiente Lohn: ein Volleyschuss von Simon Wörz schlug dieses Mal im langen Eck zum 2:2 ein.
 
Somit endete dieses Derby mit einer gerechten Punkteteilung, bei dem der Gast aus Lonsee die erste Stunde dominierte, danach aber der FCN sich durch eine engagierte Schlussphase den Punkt noch erkämpfte.
 
Aufstellung:
Niklas Puschmann, Christian Schmohl, Stephan Wolf, Roman Krist, Mehmet Altuntas (31. Matthias Albrecht), Michael Mack, Cihan Cicek (61. Ralph Haussmann), Felix Wachter (69. Daniel Pfnür), Jannik Leibing, Simon Wörz, Marcel Steck
 
Im vierten Spiel der neuen Saison konnte der FC Neenstetten beim Aufsteiger TürkGücü Ulm den ersten Dreier einfahren.
Zu Beginn des Spieles überließ der FCN dem SC TükGücü das Mittelfeld und konzentrierte sich darauf, Sicherheit in die Defensivarbeit zu bekommen und nach vorne Nadelstiche zu setzen. So in der 10. Minute, als Jannik Leibing Marcel Steck auf die Reise schickte, der aber am Torhüter scheiterte. Insgesamt aber wirkte das Spiel nach vorne noch etwas unkonzentriert, so dass die Angriffe meist frühzeitig verpufften. So geschehen auch in der 18. Minute, man fing sich daraufhin einen Konter über die linke Abwehrseite ein, Pass nach innen, Abwehr noch nicht sortiert – 1:0 für die Gastgeber. Aber prompt die Reaktion des FCN. Erst prüfte Jannik Leibing mit einem satten Schuss den Torhüter, der den Ball gerade noch über die Latten lenken konnte. Dann, in der 22. Minute, kam Felix Wachter auf der rechten Seite frei zum Flanken, den Kopfball von Jannik Leibing konnte der Torhüter noch abwehren, aber Simon Wörz war zu Stelle und drückte den Ball zum Ausgleich über die Linie. Nach einer halben Stunde hatte TürkGücü die große Möglichkeit zur abermaligen Führung, den Schuss von der Strafraumgrenze konnte Niklas Puschmann nicht festhalten, parierte den Nachschuss aus kurzer Entfernung dann in glänzender Manier. Zweimal hatte es dann im Anschluss mit der FCN-Führung nicht geklappt (33., 40. Minute). Erst vergab Marcel Steck völlig alleine vor dem Torhüter, dann wurde Simon Wörz im Strafraum elfmeterreif in die Zange genommen – kein Pfiff. Aber schon in der 42. Minute machte es dann Marcel Steck nach überragendem Pass von Michael Mack besser – überlegt schob er den Ball ins lange Eck zur 2:1-Halbzeitführung.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchten die Gastgeber mehr Druck auszuüben, der FCN kam nicht so richtig in die Gänge. Prompt in der 54. Minute ein Foulelfmeter, nachdem mehrmals nicht sauber geklärt werden konnte. Jedoch ahnte Niklas Puschmann die richtige Ecke und parierte den Strafstoß. Nach 63 Minuten wurden die Weichen dann endgültig Richtung Sieg gestellt. Der kurz zuvor eingewechselte Daniel Pfnür erkämpfte sich den Ball im Gegenpressing, legte ihn dann Jannik Leibing in den Strafraum, der mit einem trockenen Schuss von halbrechts ins kurze Eck das 3:1 markierte. Trotzdem gab dies gegen jetzt verstärkt angreifende Gastgeber nicht die nötige Sicherheit. Zu viele Freistöße in der eigenen Hälfte wurden fabriziert und die sich bietenden Kontermöglichkeiten meist nicht gut genutzt. Entweder kam der letzte Pass nicht an, oder es waren zu wenig Nachrücker um effektiv abschließen zu können. Jedoch konnte TürkGücü mit diesen Nachlässigkeiten glücklicherweise nichts anfangen, so dass das FCN-Gehäuse noch selten in richtige Gefahr kam.
 
Ein ebenso wichtiger wie verdienter Sieg auf Grund der größeren Gefährlichkeit in der Offensive gegen spielerisch ordentliche, aber nach vorne zu harmlose Gastgeber.  
 
Aufstellung:
Niklas Puschmann, Christian Schmohl, Stephan Wolf, Roman Krist (23. Marco Leibing), Matthias Albrecht (81. Haris Mrdic), Michael Mack, Cihan Cicek (79. Timo Seybold), Felix Wachter (61. Daniel Pfnür), Jannik Leibing, Simon Wörz, Marcel Steck
 
Die Personalsituation des FC Neenstetten nahm vor dem Spiel gegen die SSG Ulm 99 langsam fatale Züge an. Gegenüber dem ersten Punktspiel vor Wochenfrist fielen zusätzlich noch Marcel Steck, Michael Mack (beruflich) und Christian Schmohl (Sperre) aus. Umso überraschender der Punktgewinn beim Favoriten.
Zu Beginn versuchten die Gastgeber deutlich zu machen, dass sie die Pokalpleite zur Wochenmitte ausmerzen wollten und spielten agil nach vorne. Jedoch blieben klare Torchancen eindeutig Mangelware. Der FCN versuchte im Rahmen seiner Möglichkeiten aus einer sicheren und gut organisierten Abwehr heraus zu spielen und war erstmal auf Torsicherung bedacht. Jedoch wurden auch Konterversuche gestartet. Nach einer halben Stunde gelang einer dieser Versuche sehr gut und Simon Wörz schloss ihn mit einer Einzelleistung zur Führung ab. Kurz vor der Halbzeit dann ein unglücklicher Pressschlag im Mittelfeld, der Ball sprang in Richtung FCN-Strafraum vor die Füße eines einheimischen Stürmers, der nur noch den Ball quer legen musste und sein Partner konnte mühelose zu Ausgleich einschieben. Mit diesem Resultat ging es dann in die Pause.
Nach der Halbzeit das gleiche Bild, die Gastgeber bemüht, Druck aufzubauen, jedoch es fehlten ihnen die richtigen Mittel, um gute Torchancen zu kreieren. Dann in der 58. Minute sogar wiederum die Führung für den FCN, die allerdings etwas glücklich zu Stande kam. Einen weiten Freistoß von Stephan Wolf fing der einheimische Torhüter zwar ab, war dann aber etwas unkonzentriert, ließ den Ball fallen, der zur Halbzeit eingewechselte Felix Wachter war aufmerksam und konnte den Ball zum 1:2 ins Tor schieben. Die Gastgeber antworteten mit noch mehr Druck und wollten unbedingt den Ausgleich. Die Chance dazu kam schon in der 67. Minute, als der Schiedsrichter nach einem harmlosen Rempler von Matthias Albrecht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Das Geschenk wurde angenommen und es stand 2:2. Jetzt waren noch 25 Minuten intensive Abwehrarbeit angesagt und mit Glück und Geschick wurden auch diese überstanden
Insgesamt ein nicht unverdienter Punktgewinn auf Grund der starken Abwehrleistung, wenn auch der Gegner das Spiel bestimmte und nach vorne wenige Akzente gesetzt werden konnten.
Aufstellung:
Niklas Puschmann, Matthias Albrecht, Haris Mrdic, Stephan Wolf, Roman Krist, Cihan Cicek (70. Timo Seybold), Daniel Pfnür (46. Felix Wachter), Ralph Haussmann, Simon Wörz, Mehmet Altuntas, Paul Maier (76. Patrick Schmid)